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10. 03. 2004

GaLaBau-Report: Qualifizierte Baumpflege ist auch im Sommer möglich

Alle Jahre wieder werden ab dem 1. März notwendige Baumschnittarbeiten häufig verschoben und Baumpflegemaßnahmen werden in der Ausführung durch Behörden eingestellt, denn bei vielen Bürgern und Behörden ist verankert, dass Arbeiten an Bäumen in der Zeit vom 1. März bis 30. September vom Naturschutzgesetz nicht zugelassen werden. Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg hat sich mit dem Thema „Baumschnitt in der Vegetationszeit“ auseinander gesetzt. Fazit: Das Gesetz untersagt in dem oben genannten Zeitraum zwar Fällungen und Rodungen, aber das Gesetz erlaubt, Bäume und Sträucher innerhalb der Vegetationsperiode zu schneiden und baumpflegerisch zu behandeln.

Allerdings gibt das Naturschutzgesetz Einschränkungen vor, wenn Nester und Bruthöhlen in Bäumen sind. In diesem Fall dürfen diese Bäume nicht geschnitten werden. Der Schnitt und die Pflege von Bäumen wurde durch unsere Kultur über Jahrhunderte geprägt: Während im Sommer der Landwirt mit Feldern und Wiesen beschäftigt war, konnte er sich im Winter um die Bäume kümmern. Daraus entstand die Gewohnheit, Bäume im Winter zu schneiden. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Biologie des Baumes zeigen jedoch, dass die Verheilung von Schnittstellen und Wunden eines Baumes in der Zeit von April bis September deutlich besser ist als in den übrigen Monaten. Bäume haben nachweislich in der Vegetationszeit mehr Kraft, Schnittstellen und Wunden optimal zu überwallen. In den Grundlagen der modernen Baumpflege heißt es heute: Durch Schnittmaßnahmen an Bäumen treten die geringsten Folgeschäden auf, wenn sie während der Vegetationszeit ausgeführt werden. „Blutende“ Baumarten wie Ahorn, Birke, Walnuss sollen möglichst in belaubtem Zustand geschnitten werden.

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