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13. 12. 2011

„CLAUS“ erkundet Baumkronen

Ein Blick auf die Krankonstruktion unter dem Waldbestand. Foto: Dr. Michael Förster
Ein Blick auf die Krankonstruktion unter dem Waldbestand. Foto: Dr. Michael Förster

Eine gemeinsame Forschungsinitiative der TU Berlin, des Deutschen Geoforschungszentrums und der Deutschen Agentur für Luft- und Raumfahrt über Wälder in Mecklenburg-Vorpommern setzt den Kran „CLAUS“ ein.

Mitten im Wald ragt ein 45 Meter hoher Kran bis zu 15 Meter über die Baumkronen hinaus. Der Crane for Leaf and Understorey Spectroscopy, kurz „CLAUS“, deckt mit seinem Ausleger eine Fläche von etwa 6300 Quadratmetern in dem Waldgebiet Drönnewitz in Mecklenburg-Vorpommern ab. Er misst die reflektierte Strahlung von Baumkronen der am häufigsten vorkommenden mitteleuropäischen Laubbaumarten.

Die Untersuchungen werden im Rahmen des Projekts TERENO (Terrestrial Environmental Observatories) vom Fachgebiet Geoinformation in der Umweltplanung der Technischen Universität Berlin unter Leitung des Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) und der Deutschen Agentur für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführt.


Der Kran „CLAUS“ wurde bereits vor einem halben Jahr in Betrieb genommen. Mit seiner Hilfe wird untersucht, wie die reflektierte Strahlung der Baumkronen mit physiologischen Prozessen, zum Beispiel der Photosynthese des Baumes, in Zusammenhang steht. Daraus könnten wiederum Erkenntnisse bezüglich der Vitalität der Wälder und deren Beitrag auf die biologische Vielfalt gewonnen werden, so die TU Berlin.


Die Ergebnisse der Feldmesskampagne von „CLAUS“ fließen in das Projekt „ForestHype“ ein, in dem die TU Berlin mit Partnern der Universitäten Freiburg und Göttingen verschiedene Waldtypen mit Verfahren der bildgebenden Spektroskopie untersucht. „ForestHype“ beschäftigt sich dabei unter anderem mit dem Biodiversitäts-Monitoring in Auen- und Bruchwäldern, um die biologische Vielfalt zu überwachen und Informationen zur Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt sowie deren Lebensräume zu sammeln. Bisher fehlen dazu geeignete Auswertemethoden und Daten. Ziel dieses Forschungsvorhabens sei es daher, Biodiversitäts-Parameter abzuleiten.


Im Jahresverlauf werden insbesondere der Blattflächenindex, aber auch Blattwassergehalt sowie weitere biochemische und biophysikalische Eigenschaften einzelner Bäume beziehungsweise der Bestände gemessen.
Durch diese intensiven Untersuchungen werde es möglich, die komplexen mehrschichtigen Vegetationsbestände statistisch zu klassifizieren und die gewonnenen Daten grafisch aufzubereiten und so in übergreifende Modellierungen zu integrieren. Diese Erkenntnisse sollen außerdem auf Flugzeug- oder satellitenbasierte Messungen übertragen werden.– pi –

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