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09. 11. 2016

EPS: Keine Entwarnung in Brandenburg

Gefahr durch Eichenprozessionsspinner: keine Entwarnung in Brandenburg trotz umfangreicher Bekämpfungsmaßnahmen. (Foto: Borowski)

Der Eichenprozessionsspinner (EPS) wird Brandenburg auch in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen – trotz der wirksamen Bekämpfung in diesem Jahr.  Eine interministerielle Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Land Brandenburg. Sie geht davon aus, dass auch 2017 wieder Maßnahmen erfolgen müssen.

Bereits 2012 hatte sich die Arbeitsgruppe aus Vertretern der betroffenen Ministerien, Landkreise, Kommunen, der Landesforstverwaltung und dem Landesbetrieb Straßenwesen konstituiert. Grund hierfür war die damals massenhafte Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Brandenburg. Bis auf die östlichen Landkreise kommt das Schadinsekt inzwischen in ganz Brandenburg vor.

Umfangreiche Bekämpfung in 2016

2016 wurden durch die Kommunen, Landkreise und die Landesbetriebe Straßenwesen und Forst Brandenburg etwa 700.000 Euro für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aufgewendet. Dabei wurden die Raupen des Insekts auf rund 1.300 Hektar großflächig bekämpft. Verwendung fand das selektiv wirkende Insektizid DIPEL ES, welches mit Hubschraubern ausgebracht wurde. Darüber hinaus wurden Eichen an Straßen und Autobahnen auf einer Länge von insgesamt 315 Kilometern sowie weitere 6.500 Einzelbäume mit sogenannten Sprühkanonen vom Boden aus behandelt. In besonders sensiblen Bereichen wurden die Raupen und deren Nester mechanisch durch absaugen entfernt.

EPS profitiert vom Klimawandel

Trotz der erfolgreichen Bekämpfung, gibt es für die Fachleute keinen Grund zur Entwarnung. Der Eichenprozessionsspinner profitiert vom Klimawandel. Trockene und warme Witterung im zeitigen Frühjahr und ausbleibende Frostperioden im Winter begünstigen seine Entwicklung. In naher Zukunft ist kein natürlicher Zusammenbruch der Populatio-nen zu erwarten. Die interministerielle Arbeitsgruppe geht davon aus, dass auch 2017 wieder eine Bekämpfung erfolgen muss. Die Schwerpunkte der Verbreitung werden weiterhin in der Prignitz, in Oberhavel, im Havelland und in Potsdam-Mittelmark liegen. Eine wichtige Grundlage für die Bekämpfung, die Zulassung geeigneter Biozide, haben die zuständigen Bundesbehörden für das Jahr 2017 geschaffen.

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