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28. 01. 2017

Grün für eine lebenswerte Zukunft

Moderatorin Laura Di Salvo, Elke Grimm (HVNL), Jens Heger (FGL Hessen-Thüringen), Heike Appel (GALK-Arbeitskreis Stadtentwicklung), Dr. Robert Kloos (BGL), Petra Hirsch (DGGLHessen), Victor Kamphausen (bdla Hessen) und Axel Henkel (Hess. Ministerium für Wirtschaft) (v.l.n.r., Foto: FGL)

Mehr als 300 Gäste kamen am 20. Januar 2017 zu dem gemeinsamen jährlichen Neujahrsempfang der grünen Berufsverbände Hessens nach Frankfurt am Main. Die grünen Verbände setzen sich zusammen aus dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL), dem Fachverband Garten-, Landschaftsund Sportplatzbau Hessen-Thüringen (FGL), der Gartenamtsleiterkonferenz beim Deutschen Städtetag (GALK) und der Hessischen Vereinigung für Naturschutz und Landschaftspflege (HVNL).

Stadtgrün ist Standortfaktor

In seiner Begrüßung verwies FGL-Präsident Jens Heger auf die enorm gewachsene Bedeutung des Öffentlichen Grüns insbesondere für expandierende Großstädte und Metropolregionen. Dass das Grün dabei inzwischen zu einem harten Standortfaktor geworden ist, habe sich dabei längst als Selbstverständnis etabliert.

Axel Henkel, Abteilungsleiter Außenwirtschaft, Mittelstand, Berufliche Bildung und Technologie vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung wies in seinem Grußwort auf die wirtschaftliche Bedeutung der mittelständisch geprägten „grünen Branche“ hin. Sowohl bundes- als auch hessenweit sei der Garten- und Landschaftsbau ein boomender Sektor, der damit einen beachtlichen Beitrag zum Erhalt und zur Steigerung der Wirtschaftskraft des Landes leiste. Besonders hob Henkel das Engagement des FGL Hessen-Thüringen bei der beruflichen Integration von Flüchtlingen hervor. Hierfür habe eigens ein „Willkommenslotse“ in der Geschäftsstelle des Landesverbandes die Arbeit aufgenommen, der beratend und vermittelnd tätig sei.

Bedeutung von Grün wachse stetig

Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft a.D., und seit Oktober 2016 neuer Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau betonte, das Thema „Grün in die Stadt“ sei ein Entwicklungsfeld für die grüne Branche, da die Bedeutung von städtischen Grünflächen angesichts jener Herausforderungen durch den Klimawandel ständig wachse. Denn: Fachleute gehen davon aus, dass Wetterextreme als Folge des Klimawandels zunehmen – mit weitreichenden Auswirkungen. Laut einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK) und des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) könnte sich ohne entsprechende Gegenmaßnahmen die dadurch verursachte Schadenssumme von derzeit bereits 500 Millionen Euro jährlich noch vervielfachen.

Diskussionsrunde zu Stadtgrün

Von vielen Besuchern mit großem Interesse erwartet, folgte die von HR-Journalistin Laura di Salvo moderierte Diskussionsrunde unter dem Titel „Grün in die Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“, an der zusätzlich zu Dr. Kloos, Heger und Henkel noch Elke Grimm (Vorsitzende HVNL e. V.), Stephan Heldmann (Stvtr. Leiterin des Grünflächenamtes Frankfurt a.M. und Leiterin des bundesweiten Arbeitskreises Stadtentwicklung der GALK), Petra Hirsch (Vorsitzende DGGL Landesverband Hessen e.V.) sowie Victor Kamphausen (Vorsitzender bdla Landesverband Hessen e. V.) teilnahmen.

Dabei betonte Heger, Stadtgrün steigere die Attraktivität einer Stadt, verbessere die Biodiversität, reduziere die Luftverschmutzung und verbessere die Gesundheit der Stadtbewohner. Auch in einem weiteren Punkt waren sich die Anwesenden einig: Henkel führte an, öffentliche Investitionen in qualitativ hochwertige, abwechslungsreiche, vielfältig nutzbare, gut gepflegte und ausreichende Grünanlagen zahlten sich mehrfach aus.

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