70 Jahre Tag des Baumes

Der „Tag des Baumes"  am 25. April feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Jubiläum. 1952 von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) als Folge des starken Waldverlustes durch Krieg und Holznutzung in Deutschland initiiert, ist der Tag des Baumes inzwischen die größte Mitmachaktion im Baum- und Waldschutz. In vielen Kommunen und Städten ist er ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders.

Am 25. April 1952 pflanzte der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Robert Lehr gemeinsam mit dem damaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Theodor Heuss einen Berg-Ahorn im Bonner Hofgarten. Der Baum erfreut sich auch 70 Jahre später bester Gesundheit. (Fotos: SDW/Sabine Krömer-Butz)

Am Tag des Baumes am 25. April werden dann in den meisten Landeshauptstädten gemeinsam mit den Ministerpräsident:innen stattliche, klimaresiliente Stadtbäume gepflanzt: Zum Beispiel pflanzt Markus Söder in München, Volker Bouffier in Wiesbaden, Stephan-Peter Weil in Hannover, Bodo Ramelow in Erfurt, Malu Dreyer in Bingen, Hendrik Wüst in Düsseldorf, Landtagspräsident Matthias Rößler in Dresden, Daniel Günther in Kiel und Bürgermeister Peter Tschentscher vor dem Wälderhaus in Hamburg.

Baumfest erinnert an erste Baumpflanzaktion

An dem ersten gepflanzten Baum im Bonner Hofgarten, der von dem damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss am 25. April 1952 gepflanzt wurde, wird ein ganztätiges Baumfest mit über 200 Kindern aus Grundschulen stattfinden. Ein spannendes waldpädagogisches Programm, durchgeführt von zertifizierten Waldpädagog:innen, mit Spielen und einer Rallye wird angeboten. Auch das SDW-WaldMobil kommt zum Einsatz. Zur Feier des Tages wird der Ahornbaum bunt geschmückt. Für Gespräche und Informationen steht der SDW-Infostand bereit. Dazu kommen die Aktionen und Veranstaltungen der 350 SDW-Ortsverbände, die in Zusammenarbeit mit Kommunen und Baumfreunden ebenfalls Bäume pflanzen oder Veranstaltungen durchführen. So wird die SDW-Kreisgruppe Hameln-Pyrmont mit 255 Vorschulkindern und Kindern aus der Ukraine in Hameln jeweils ihren Baum pflanzen.

Auch Bürger:innen können sich engagieren

Der Klimawandel hat die Bedingungen für den Tag des Baumes in den letzten Jahren entscheidend verändert. Jetzt können im April nur noch Bäume mit Ballen gepflanzt werden, während Setzlinge für größere Flächen verdursten würden und deshalb eher um den Tag des Waldes am 21. März gepflanzt werden. Trotzdem können sich Bürger:innen engagieren, indem sie an diesem Tag bienenfreundliche Bäume und Sträucher in ihren Gärten pflanzen. „Auch für kleinere Gärten gibt es eine Vielzahl von Bäumen, die die Vielfalt im Garten erhöhen und die Insekten- und Vogelwelt unterstützen“, so Christoph Rullmann, SDW-Bundesgeschäftsführer. Danach sollte der Baum natürlich regelmäßig gegossen werden. (SDW)

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