Deutsche Baumschulwirtschaft: Gehölze werden knapp

Trendwende in der Baumschulwirtschaft: Qualitativ hochwertige Gehölze werden knapp. Der Bestand einiger Sortimente ist schon sehr eng, manche Gehölze sind momentan gar nicht mehr verfügbar.

Trendwende in der Baumschulwirtschaft: Qualitativ hochwertige Gehölze werden knapp. (Foto: Graf von Luckner für den BdB)

Ursache für diesen Kurs ist die dauerhaft steigende Nachfrage nach deutschen Bäumen und Gehölzen. Zudem kann man einen kontinuierliche Rückgang der Gehölzeproduktion in den letzen Jahren verzeichen, da die Zahl der Betriebe in Deutschland zurückgegangen ist. Der Hitzesommer 2018 und die langanhaltende Trockenperiode verstärken zudem die Verknappung. Viele Gehölze aus dem Freiland haben wegen der Hitze und der Trockenheit oft nicht die gewünschten Größen erreicht. Dies wird sich auch auf die Weiterkultur der nächsten Jahre auswirken. Wo möglich, wurden neue Flächen aufgeschult, aber es bedarf noch Geduld, bis die Engpässe aufgefüllt werden können. Bei manchen Sortimenten wird es Jahre dauern, bis sie wieder ein vollem Umfang verfügbar sind.

Viele Baumschulen können ihren Kunden eine gute Alternative anbieten

Die Verknappung stellt für die Baumschulen eine Herausforderung dar, die aber gut zu meistern ist. Oliver Fink, Vorsitzender der Gartenbaumschulen, hat bislang gute Erfahrungen gemacht: „Mit einer guten Fachberatung können wir den Kunden auch Alternativen zu den nicht erhältlichen Sortimenten bieten. Es erfordert zwar eine gewisse Flexibilität von den Kunden, aber in der Regel sind Sie mit unserem Angebot weiterhin sehr zufrieden.“

Die Verknappung hat auch eine positive Seite: Die Preise werden sich stabilisieren

Der BdB-Präsident Helmut Selders sieht in der Gehölzeknappheit auch eine große Chance für Baumschulwirtschaft: „Durch die Verknappung, werden sich die Preise stabilisieren, in den letzten Jahren waren viele Preise nicht auskömmlich.“ (BdB)

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