Die Flatter-Ulme: Der Baum des Jahres wird vorgstellt

Zur Vorstellung des „Baums des Jahres“ 2019 lädt der Verein zur Förderung der Gartenkultur e.V. am Sonntag, den 14. April um 11 Uhr in den Park der Gärten nach Bad Zwischenahn ein.

Die Flatter-Ulme, Ulmus laevis, die zu den drei wichtigsten Ulmen-Arten in Mitteleuropa gehört, ist der Baum des Jahres 2019. (Foto: A. Roloff/www.baum-des-jahres.de)

In den zurückliegenden Jahren hat der Verein den jeweiligen Jahresbaum in der Allee der Jahresbäume gepflanzt. In diesem Jahr wird die Pflanzung ausfallen, da bereits seit 2003 eine Flatter-Ulme in der Allee steht, die sich nun als schöner, etwa 35 Jahre alter Baum dort präsentiert. Stattdessen stellt der Verein die Flatter-Ulme in einer Informationsveranstaltung anhand des imposanten Exemplars im Park vor. Parkbesucher sind als Gäste zu der Aktion herzlich willkommen. „Wir sind sicher, dass die Allee der Jahresbäume hier im Park eine der schönsten in ganz Deutschland ist“, lobt Dr. Dankwart Seipp, Mitglied im Vorstand des Vereins zur Förderung der Gartenkultur e.V., den Beitrag „Allee „Bäume des Jahres“ im Park der Gärten.

Die Flatter-Ulme ist in Westeuropa nur selten zu finden

In Deutschland wählt seit nunmehr 31 Jahren das Kuratorium „Baum des Jahres“ jährlich eine Baumart, um diese Art besonders herauszustellen und der Allgemeinheit näher zu bringen. Alle Bäume wurden auch im Park der Gärten gepflanzt. So kommt seit dieser Zeit eine stattliche Sammlung zusammen. In diesem Jahr fiel die Wahl auf die Flatter-Ulme, Ulmus laevis, die zu den drei wichtigsten Ulmen-Arten in Mitteleuropa gehört. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Flatter-Ulme ist Mittel- und Osteuropa bis zum Ural, in Westeuropa ist sie selten. Als Standort bevorzugt sie feuchte Lagen, auch in Bruch- und Auenwäldern fühlt sie sich wohl. Selbst kürzere Überflutungszeiten übersteht sie ohne Schäden. Die Rodung der Auenwälder führte jedoch zum Rückgang der optimalen Standorte. Trotz der Vorliebe für feuchte Standorte kommt die Flatter-Ulme auch mit trockeneren Standorten zurecht, auch als Straßen- und Stadtbaum entwickelt sie sich erstaunlich gut. Das Ulmensterben hat seit seinem Ausbruch vor etwa 100 Jahren in Europa einen großen Teil der Ulmenbestände abgetötet. Ursache ist ein Pilz, der die Leitungsbahnen der Bäume verstopft und so den Baum zum Absterben bringt. Überträger ist der Ulmensplintkäfer, eine Borkenkäferart, die auf Ulmen spezialisiert ist. Während Berg- und Feldulme stark anfällig sind, ist die Flatter-Ulme recht widerstandsfähig und konnte so überleben. (Park der Gärten)

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