Eine Kanne Wasser für den Stadtbaum!

Es ist zu trocken und unsere Stadtbäume leiden. Dabei haben sie eh schon kein leichtes Leben: Sie kämpfen mit den Schadstoffen aus der Luft, mit zu kleinen Pflanzflächen mit wenig Raum für Wurzeln, mit Salzeinsatz im Winter und mit Verletzungen durch Bauarbeiten oder Unfälle. Und gerade ist es viel zu trocken für die Bäume.

Gerade im Norden von Deutschland ist es viel zu trocken - die Bäume brauchen dringend Wasser. Die SDW ruft die Bevölkerung dazu auf, Bäume in der Stadt zu gießen. (Foto: Termeer)

Denn: Der Klimawandel erhöht die bereits um drei Grad höheren Temperaturen in der Stadt um weitere Grade und erhöht den Trockenstress der Straßenbäume zusätzlich. Das heißt, die Bäume verdunsten mehr als sie aus dem Boden nachziehen können.

Die Bevölkerung sollte die Bäume gießen

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) fordert deshalb die Bevölkerung auf, gerade in Hitzeperioden den Stadtbäumen durch Extra-Kannen Wasser das Überleben zu sichern. Je nach Größe des Baumes benötigt ein Straßenbaum täglich zwischen 9 bis 14 Liter. Bäume haben den größten Einfluss auf das urbane Mikroklima. Ein ausgewachsener Laubbaum verdunstet an einem heißen Sommertag bis zu 400 Liter Wasser und kühlt somit seine Umgebung ab. Außerdem sind sie effektive Schattenspender: Mit gerade einmal 15 Meter Kronendurchmesser schafft es ein einziger Laubbaum, eine Fläche von 160 m² mit seinem Schatten zu kühlen.

Stadtbäume sind lebensnotwendig für die Menschen

In Zeiten des Klimawandels mit steigender Hitzebelastung in den Stadtzentren sind Stadtbäume und innerstädtische Grünflächen als natürliche Klimaanlagen überlebensnotwendig für die Bevölkerung. In den letzten Jahren waren die Sommermonate durch immer neue Hitzerekorde gekennzeichnet. Der April dieses Jahres war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. (SDW)

Partner