Förderung für Erfurter Stadtgrünkonzept

Welche Baumarten können angesichts des zu erwartenden Klimawandels in Erfurt gut wachsen? Um dieser Frage nachzugehen, wurde ein Forschungsprojekt gestartet. Das Vorhaben nennt sich  „DAS: SiKEF-BUGA-2021: Stadtgrün im Klimawandel – Erfurter Stadtgrünkonzept – ein Buga-2021- Begleitprojekt“. Das Dezernat Umwelt, Kultur und Sport der Landeshauptstadt Erfurt erhält dafür Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). „Hinter dem sperrigen Titel verbirgt sich ein Forschungsprojekt, das für die Stadt Erfurt und die zukünftig hier herrschenden Klimaverhältnisse ein Stadtgrünkonzept erstellen soll“, erklärt Kathrin Hoyer, Erfurts Umweltbeigeordnete. „Etliche Arten kommen mit den hohen Temperaturen, mit Hitzestress und Dürre nicht zurecht“, erklärt auch der Umweltamtsleiter Jörg Lummitsch. Deswegen wollen Hoyer und Lummitsch mit dem Stadtgrünkonzept Lösungen für Erfurt erarbeiten lassen.

Umweltbeigeordnete Kathrin Hoyer und Jens Düring vom Umwelt- und Naturschutzamt hatten zum Vor-Ort-Termin eingeladen. (Foto: Stadtverwaltung Erfurt / V. Gürtler)

Konkrete Baumarten für bestimmte Standorte

Für die verschiedenen Stadtquartiere und die unterschiedlichen Baumstandorte sollen konkrete Baumartenvorschläge erarbeitet werden, die künftig bei Pflanzungen in der Stadt berücksichtigt werden. Modellhaft will man an drei kleineren abgegrenzten Quartieren zeigen, welche konkreten Möglichkeiten die verschiedenen Arten von Stadtgrün bieten, dem Klimawandel zu begegnen.

Workshops mit allen Akteuren geplant

Darüber hinaus sollen begleitend in Workshops alle wichtigen Akteure – die städtischen Ämter, Erfurter Wohnungsbaugenossenschaften, Planer und Verbände, aber auch interessierte Bürger und deren Initiativen – eingebunden werden. „Mit dem Buga-Begleitprojekt wollen wir Lösungen erarbeiten, die wir im Rahmen des touristischen und medienwirksamen Großereignisses der Bundesgartenschau 2021 präsentieren wollen“, plant Hoyer. „Anknüpfungspunkte bieten uns beispielsweise der Danakil-Klimawald auf der Ega oder die zahlreichen Neupflanzungen mit neuen Baumarten“.

80 Prozent der Kosten werden gefördert

Die Laufzeit des Förderprojektes endet Anfang 2020. Das Gesamtbudget beträgt knapp 143.000 Euro, 80 Prozent der Summe werden gefördert. Seitens des Bundesumweltministeriums wird die Förderung durch den Projektträger Jülich begleitet. Das Ministerium fördert im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel Projekte, die die Anpassung an den Klimawandel in den Fokus nehmen. (bmz)

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