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04. 10. 2016

Forderungen für Alleenschutz

Zentrales Anliegen der Parlamentsgruppe ist es, Verkehrssicherheit und Alleenschutz in der Praxis zu vereinbaren. (Foto: Martina Borowski)

 Die Parlamentsgruppe „Kulturgut Alleen“ hat ihre Position zum langfristigen Erhalt von Alleen und Baumreihen in einem Beschluss bekräftigt. In der konstituierenden Sitzung am 8. September wurden die Abgeordneten Josef Göppel (CSU) und Stephan Kühn (Bündnis 90/Die Grünen) zu Vorsitzenden der Parlamentsgruppe gewählt. 

Deren zentrales Anliegen ist es, Verkehrssicherheit und Alleenschutz in der Praxis zu vereinbaren. Göppel: „Die Richtlinien verhindern die Neupflanzung von Straßenbäumen durch Sicherheitsräume gegen das Abkommen von der Fahrbahn. Es bedarf daher einer Flexibilisierung des seitlichen Pflanzabstandes je nach den örtlichen Verhältnissen.“Kühn erklärt: „Statt Alleen einfach abzuholzen, sollte die Verkehrssicherheit durch Geschwindigkeitsbegrenzungen, intensivere Kontrollen und Nachrüstung mit Schutzplanken verbessert werden.“

In der Erklärung „Kulturgut Alleen für die Zukunft erhalten“ listet die Parlamentsgruppe 14 Forderungen zum Alleenschutz auf. So müsse das Anbringen von Schutzeinrichtungen generell Vorrang vor Baumfällungen bekommen. Zudem sei der Bund gefordert, über die Straßenbauverwaltungen eine Kartierung von Alleebäumen nach bundesweit einheitlichen Standards zu initiieren und diese regelmäßig zu wiederholen, um daraus Alleenmanagementkonzepte zu entwickeln. Die komplette Erklärung finden Sie hier. (bmz)

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