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30. 06. 2017

Forschungsprojekt: Einfluss von Totholz

Florian Maurer, Prof. Dr. Matthias Noll und Sarah Muszynski untersuchen den Einfluss von Totholz. (Foto: Hochschule Coburg)

Welche Mechanismen wirken beim Holzabbau und wie beeinflussen sie die Biodiversität? Diesen Fragen möchte Prof. Dr. Matthias Noll von der Hochschule Coburg in dem Projekt FunWood IV auf den Grund gehen. Dabei arbeitet er eng mit Dr. Nico Jehmlich vom Helmholtz-Institut für Umweltforschung in Leipzig zusammen. Seit kurzem unterstützen ihn auch zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, die Molekularökologin Sarah Muszynski und der Biologe Florian Maurer.

Torholz-Analyse in drei Waldgebieten

Gemeinsam analysieren sie Totholz aus drei Waldgebieten in Deutschland. In der Schorfheide-Chorin, in Hainich-Dün und in der Schwäbischen Alb sind Totholzstämme ausgelegt, die über den Zeitraum des Projekts immer wieder untersucht werden. Um ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen, liegen in allen drei Waldgebieten auf 12 Flächen jeweils 13 verschiedene Baumarten, unter anderem Eiche, Kiefer und Birke.

Von diesen Stämmen nimmt Noll mit seinem Team Holzproben und sie analysieren, welche Mikroorganismen darin leben. Anschließend extrahieren sie Proteine, um die Funktion der Mikroorganismen beim Holzabbau zu untersuchen. Außerdem analysieren sie Holzmehlproben im Labor auf den Einfluss von Temperaturschwankungen. Die Ergebnisse vergleichen sie mit dem Totholz aus den Waldgebieten. In die Totholzstämme setzen sie zusätzlich neue Holzstäbe ein, um den Verlauf des Totholzabbaus mit dem des neuen Holzes zu vergleichen. Das Coburger Projekt FunWood IV ist Teil der Biodiversitäts-Exploratorien, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden.

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