Interforst gut aufgestellt

Noch bis zum 20. Juli bietet die Interforst in München eine gute Gelegenheit, sich über Neuheiten im Bereich Fotstwirtschaft und -technik zu informieren.

Rund 370 Aussteller aus 22 Ländern präsentieren auf 75.000 Quadratmetern in der Halle B6 und auf Teilen des Freigeländes der Messe München ihre Produkte und Innovationen. (Foto: Interforst)

Rund 370 Aussteller aus 22 Ländern präsentieren auf 75.000 Quadratmetern in der Halle B6 und auf Teilen des Freigeländes der Messe München ihre Produkte und Innovationen.

Großbritannien erstmals dabei

Neben 220 Ausstellern aus Deutschland werden Unternehmen aus Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Liechtenstein, Litauen, Lettland, Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und der Türkei ausstellen. Darüber hinaus sind erstmals auch Firmen aus Großbritannien in München mit dabei.

Wälder und Forstwirtschaft im Klimawandel

Sturm, Käferbefall und Trockenheit sind aktuell die überall sichtbaren Folgen des fortschreitenden Klimawandels. Eines ist allen Fachleuten klar: Die Wälder müssen im Rahmen einer aktiven und nachhaltigen Bewirtschaftung an die Entwicklungen angepasst werden. Dabei gilt es alle Waldfunktionen zu berücksichtigen und Jahrzehnte in die Zukunft zu blicken. Neben der Naturverjüngung werden Pflanzung und Saat neuer Baumarten nötig sein, um klimastabile Wälder zu erschaffen. Mit einer vorausschauenden Auswahl neuer Baumarten ist es aber nicht getan. Innovationen für die Pflanzung, die Jungbestandspflege und die Durchforstung sind genauso Themen der Interforst-Aussteller, wie pfleglicher Maschineneinsatz und Bodenschutz.

Bestimmte Fragen werden durch Digitalisierung neu bewertet werden können – z. B. Prognosen zur Gesundheit und zum Wachstum des Waldes, die es den Akteuren der Branche ermöglichen, noch schneller auf sich ändernde Bedingungen zu reagieren. Auf der Interforst 2022 zeigen daher Aussteller auch Maschinen und Geräte sowie komplette Systemlösungen für schwierig erreichbare Waldregionen, für die Baumpflege in Erholungswäldern und für die Landschaftspflege in Naturschutzgebieten.

Diskutieren auf der grünen Couch

Die Bioökonomie bietet großartige Möglichkeiten. Es liegt deshalb nahe, dass viele Experten in der Forst- und Holzwirtschaft heute die Frage umtreibt, welche Rollen Holz und die Holznutzung künftig in den Wirtschaftssystemen einnehmen können. Welche neuen Optionen sich über die energetische Nutzung oder die Nutzung als Baustoff hinaus noch erschließen lassen, ist daher Gegenstand der aktuellen Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Dazu bietet die Interforst mit ihrem Rahmenprogramm wichtige Informationen und Diskussionsmöglichkeiten: Mit Vorträgen von Experten des Thünen-Instituts für Waldwirtschaft im Kongress in Halle B6 werden wichtige Aspekte herausgearbeitet: Auf der Grünen Couch in Halle B6 diskutieren am 20. Juli Dr. Norbert Schäffer, Vorstand Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V., Georg Schirmbeck, Präsident Deutscher Forstwirtschaftsrat, und Dr. Peter Pröbstle, Leiter der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft das Thema „Waldnaturschutz mit Zukunft“.

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