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21. 05. 2014

Beispiele zur Windlast- und Kronenreduktion

Abb. 1: Wenn man diese Krone als nahezu kreisrund modelliert, dann bewirkt eine Reduktion der Höhe um etwa 10% rechnerisch eine Minderung der Windlast von rund 20%.

Der Beitrag von Jan von Hoffmann in der BaumZeitung 6/13 („Wie viel sind 20 Prozent?“) hat ein seit Jahren schwieriges Problem angesprochen, welches oft zu Streit führt: Wie viel Kronenreduktion muss sein, um welche Minderung der Windlast (am Stammfuß) zu erreichen? Da werden gerade die ausführenden Kräfte, ob kletternd oder mit Hubarbeitsbühne, oft im Regen stehen gelassen, hinterher aber nicht selten verantwortlich gemacht für eine eventuell nicht korrekte Ausführung.

Daher hier zwei Beispiele, wie sich eine Reduktion der Baumhöhe auf die rechnerisch nach den üblichen Standardverfahren ermittelte Windlast auswirkt: Die Reduktion der Windlast beträgt meist ungefähr das Doppelte des Prozentwertes der Reduktion der Baumhöhe, mitunter sogar noch mehr. Das liegt im Wesentlichen daran, dass die Windgeschwindigkeit mit der Baumhöhe zunimmt und auch der jeweils wirkende Hebelarm, so dass die Gesamt-Windlast am Stammfuß letztlich ungefähr proportional zur Baumhöhe hoch drei ist. Doppelte Baumhöhe bedeutet also bei ähnlicher Kronenform ungefähr die achtfache Windlast.

Eine detaillierte Ableitung und Erläuterung dieser Zusammenhänge erschien im Journal des Kalifornischen ISA-Chapters („How much crown pruning is needed for a specific wind-load reduction?“ Western Arborist, Spring 2014, pp. 10-13)

Frank Rinn

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