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10. 06. 2016

ISA-Zertifikate nur noch bei der ISA erhältlich

Nachdem die ISA-Zentrale sich vor vielen Jahren mit dem EAC geeinigt hatte, ETW in CA (Certified Arborist) und ETT in BCMA (Board Certified Master Arborist) umzuschreiben, hat Frank Rinn, Geschäftsführer der ISA Germany, in der ISA-Zentrale erwirkt, dass man auch als deutscher Fachagrarwirt den ISA-BCMA-Status gegen eine Gebühr bekommen kann. Dies erleichterte einen beruflichen Einsatz in Ländern, in denen die ISA-Zertifikate anerkannt werden, zum Beispiel in den USA, Kanada, Australien oder Neuseeland. Das hat sich nun geändert.

ISA hat sich zertifizieren lassen

Denn zwischenzeitlich hat sich die ISA von der internationalen Standardisierungs-Organisation ISO als berufsfachliche Aus- und Weiterbildungs- Organisation zertifizieren lassen. Dieser aufwendige und für die ISA sehr kostspielige Prozess war im internationalen ISA-Vorstand nicht unumstritten, dauerte Jahre und erforderte eine Überarbeitung aller Ausbildungs- und Zertifizierungs- Programme der ISA. Dazu gehörte auch die strenge Unterscheidung zwischen „Zertifikation“ und „Qualifikation“. Zertifizieren lassen können sich durch die ISA im Prinzip alle, die die jeweiligen Eingangsbedingungen erfüllen (Berufserfahrung, Vorbildung), egal wo sie die Kenntnisse erlangt haben, im Selbststudium oder in Ausbildungseinrichtungen. CA und BCMA sind Beispiele hierfür.

Kontinuierliche Weiterbildung soll garantiert sein

Um eine „Qualifikation“ der ISA zu erhalten, muss zwingend ein von der ISA lizenzierter oder direkt angebotener Kurs besucht und die abschließende Prüfung bestanden werden. Ein Beispiel hierfür ist TRAQ (Tree Risk Assessment Qualification). Alle Zertifikationen und Qualifikationen der ISA dürfen grundsätzlich nur auf bestimmte Zeit vergeben werden (zum Beispiel drei oder fünf Jahre), und es muss ein Konzept vorliegen, welche kontinuierlichen Weiterbildungsaktivitäten nachzuweisen sind, um den Status aufrechtzuerhalten und zur erneuten Prüfung nach der entsprechenden Laufzeit zugelassen zu werden. Damit soll eine kontinuierliche Weiterbildung garantiert und gleichbleibend hohe Arbeitsqualität gesichert werden. Damit einher geht die Bedingung, dass Zertifikate und Qualifikationen anderer Organisationen nur dann in entsprechende der ISA umgeschrieben werden dürfen, wenn auch diese anderen Organisationen die Bedingungen der ISO (begrenzte Laufzeit, kontinuierliche Weiterbildungspunkte, regelmäßige Re-Zertifizierungen) in gleicher Weise erfüllen.

Damit entfällt also bis auf Weiteres die Möglichkeit, ETW und ETT sowie den Fachagrarwirt in ein jeweiliges ISA-Zertifikat umschreiben zu lassen. ISA-Zertifikate und ISA-Qualifikationen können also nur noch bei der ISA direkt erworben werden. Viele ISA-Kurse werden mittlerweile in verschiedenen Sprachen und sogar online angeboten. Mehr Infos hierzu gibt es auf www.isa-arbor.com. (Frank Rinn)

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Die TASPO Baumzeitung ist das offizielle Mitteilungsorgan der ISA und berichtet über deren Aktivitäten.

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