Klettern im Habitatbaum

In der Fragestunde zu Baum und Recht beschäftigt sich der Jurist Rainer Hilsberg diesmal mit der Frage, welche Haftungsfragen sich ergeben, wenn in einem Habitatbaum Seilkletterübungen erlaubt werden:

Vor Aufnahme der Nutzung müssen die Kletterbäume vor allem auf das Vorhandensein von Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtstätten untersucht werden. Foto: Hilsberg

In unserer städtischen Parkanlage befindet sich ein Hain mit drei potenziellen Habitatbäumen. Damit meine ich Bäume, die eine eingefaulte Bruchstelle und eine Rindenablösung haben. In den Baumkronen wurden durch Dritte Halteketten angebracht. Hier werden durch den Sportverein Seilkletterübungen durchgeführt. Dies wird aus städtischer Sicht geduldet. Wie sieht es in diesem Zusammenhang mit der Verkehrssicherungspflicht aus? Ist die Kommune beziehungsweise der Baumkontrolleur bei Schäden durch den Habitatbaum haftbar? Müssen die Bäume als Habitatbäume kenntlich gemacht werden? Nach geschützten Arten wurde noch nicht nachgesehen. Inwieweit ist man verpflichtet, nach geschützten Arten zu suchen, bevor man den Baum für eine solche Nutzung freigibt?

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