Klima macht den Wäldern stark zu schaffen

Die Wälder im Freistaat müssen noch stärker umgebaut werden. Denn sie leiden zunehmend unter den Auswirkungen des Klimawandels. Das hat Forstministerin Michaela Kaniber bei ihrem Bericht zur Situation der Wälder im Bayerischen Landtag deutlich gemacht.

Forstministerin Michaela Kaniber stellt den Bericht zur Situation der Wälder im Bayerischen Landtag vor. (Foto: StMELF)

„Die vergangenen Trockenjahre schlagen vielfach erst jetzt voll durch und verschärfen die Lage vielerorts drastisch“, sagte die Ministerin. Vor allem der Borkenkäfer und die Trockenheit, aber auch Sturm und Schneebruch schädigen zunehmend die Gesundheit der Wälder. Laut Kaniber rechnen Experten heuer mit rund zehn Millionen Festmeter Schadholz. Angesichts dieser großen Herausforderung forciere der Freistaat seine Anstrengungen zum Waldumbau. „Um schneller voranzukommen, haben wir allein im Vergleich zum Vorjahr die Mittel für die Förderung klimastabiler Wälder um 30 Prozent auf 38 Millionen Euro gesteigert“, sagte die Ministerin. Im kommenden Jahr sollen die Förderanreize noch einmal verstärkt werden. Das Ziel ist 200.000 Hektar Nadelwälder so rasch wie möglich in Mischwälder umzubauen.

Kiefern und Buchen leiden in Franken unter der Trockenheit

Vor allem im Osten und Nordosten Bayerns hat der Fichtenborkenkäfer schwere Schäden verursacht. In ganz Bayern beträgt die aktuelle Käferholzmenge rund 4,5 Millionen Festmeter. Auch Kiefern und Buchen hat die Trockenheit stark geschädigt, besonders in Mittel- und Unterfranken. Von den Hauptbaumarten in Bayern geht es der Tanne noch am besten – sie bleibt eine wichtige Stütze für den stabilen Klimawald. Die diesjährige Waldzustandserhebung bestätigt, welch großen Druck der Klimawandel mittlerweile auf die Vitalität der Wälder ausübt. Gegenüber 2018 stieg der mittlere Nadel- bzw. Blattverlust aller Baumarten um rund vier Prozentpunkte auf knapp 25 Prozent, den höchsten Wert seit über 20 Jahren. Im von Hitze und Trockenheit besonders betroffenen Nordbayern sind die Schäden noch größer. Hier liegen die Verluste bis zu zehn Prozentpunkte über dem kühleren und niederschlagsreicheren Südbayern. (StMELF)

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