Leitbild: naturnahe Waldwirtschaft

Die Förderung der naturnahen Waldbewirtschaftung und eine Nachhaltigkeitsstrategie sollen nach Ansicht des Naturschutzbundes (NABU) das Leitbild des künftigen Bundeswaldgesetzes prägen. Dies sei die zwingende Voraussetzung für multifunktionale Wälder, die sowohl den ökonomischen Interessen der Waldbesitzer, als auch den ökologischen Ansprüchen der Gesellschaft gerecht würden. Neben dem Verbot des Kahlschlages und der Anwendung von Pestiziden müsste sich die Pflege und Nutzung des Waldes nach Ansicht des NABU viel mehr an der Baumartenzusammensetzung, der Struktur und der Dynamik natürlicher Wälder orientieren. Zudem schlägt der NABU vor, in jedem Waldstandort einen angemessenen Anteil alter Bäume oder Baumgruppen sowie von stehenden und liegenden Totholz zu belassen. Im Zusammenhang mit der Verkehrssicherungspflicht drängt der Naturschutzbund auf die Klarstellung, dass das Betreten des Waldes auf eigene Gefahr geschehe und der Waldbesitzer nicht für Schäden hafte, die von waldtypischen Gefahrenquellen ausgingen.

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