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29. 11. 2016

Leserbrief: Den Stammschutz beachten

Solche Manschetten, wie auf dem Titel der Oktober-Ausgabe der BaumZeitung abgebildet, können zu Rindenschäden führen.

In der Oktober-Ausgabe der BaumZeitung befasste sich ein Beitrag mit der „Planung einer Obstwiese“. Zu diesem Beitrag sowie zu dem Titelbild erreichten uns folgende Anmerkungen von Roland Jeschke, Flügel GmbH (Osterode am Harz): 

„Zunächst einen Dank an die Redaktion, das sie das Thema Obstwiese aufgegriffen und einem Fachbeitrag entsprechenden Raum eingeräumt hat. Es ist natürlich schwer, bei so einem vielschichtigen Thema das Wesentliche auf wenigen Seiten darzustellen. Dennoch hätte ich mir neben dem Hinweis auf Wildschäden auch noch den Hinweis auf weitere klassische Pflanzfehler gewünscht, zum Beispiel das zu tiefe Pflanzen oder die Schermausthematik.

Problematik thermischer Rinderschäden fehlt

Ebenso fehlt die Problematik thermischer Rindenschäden im Winter und Sommer komplett. Das ist insofern bedauerlich, weil das Titelbild lediglich im Zusammenhang mit dem Kronenansatz kommentiert wird, nicht jedoch der Stammschutz mit der Plastemanschette. Diese bietet zwar einen sehr guten Wildschutz, kann aber, wenn sie wie im Bild glatt aufliegt, wegen der fehlenden Hinterlüftung zu einer unerwünschten Rindenüberhitzung führen. Die Folge sind thermische Rindenschäden, über die zum Beispiel bei Zwetschgen der gefürchtete Erreger Pseudomonas syringae (Zwetschensterben) eindringen kann.

Die Temperaturentwicklung unter verschieden mechanischen Stammschutzmaterialien hat zum Beispiel Dr. Schneidewind sehr umfangreich untersucht. Die Ergebnisse sind mehrfach publiziert worden.“

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