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29. 11. 2017

LWG Veitshöchheim neu sortiert

Am Versuchsbetrieb „Stutel“ der LWG Veitshöchheim werden rund 200 Baumsorten auf ihre Trockenstresstauglichkeit getestet. (Foto: LWG Veitshöchheim)

Nach zweijährigen Vorarbeiten konnte der Neustrukturierungsprozess der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim zum 01. November 2017 erfolgreich abgeschlossen und umgesetzt werden. Mit der Neuorganisation der LWG, die besonders durch die Bildung von „Instituten“ auf den ersten Blick deutlich wird, soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter gestärkt und ausgebaut werden.

Die wesentlichen und auf den ersten Blick erkennbaren Änderungen spiegeln sich in der neuen Namensgebung der bisherigen Fachabteilungen wieder. So wurde aus

  • der Abteilung Weinbau das Institut für Weinbau und Oenologie (IWO),
  • der Abteilung Gartenbau das Institut für Erwerbs- und Freizeitgartenbau (IEF),
  • der Abteilung Landespflege das Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau (ISL).

Um der besonderen Bedeutung der Bienen für die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen gerecht zu werden, wurde aus dem Fachzentrum Bienen das Institut für Bienenkunde und Imkerei (IBI). Die Fachzentren Recht und Service (FRS), Bildung (FZB) und Analytik (FZA) vervollständigen schließlich den neuen Organisationsplan der Bayerischen Landesanstalt.

Die Bayerische Gartenakademie wurde außerdem aus dem Fachzentrum Bildung herausgelöst und ist künftig dem Institut für Erwerbs- und Freizeitgartenbau zugeordnet und bildet gleichzeitig eine Schnittstelle zum Institut für Stadtgrün und Landespflege. Dadurch sitzen alle betroffenen Akteure an einem Tisch und gehen die vorhandenen Problemstellungen von Anfang an interdisziplinär an.

Investitionen für fünf Millionen Euro

 

„Um den künftigen Herausforderungen schon jetzt auf Augenhöhe begegnen zu können, bedarf es nicht nur qualifizierter und motivierter Mitarbeiter, sondern auch zeitgemäßer baulicher Rahmenbedingungen“, stellt Dr. Hermann Kolesch klar. Den Obstbaubetrieben geeignete Anpassungsstrategien an die Herausforderungen des Klimawandels an die Hand geben, neue innovative Obstarten und -sorten entwickeln oder den bayerischen Baumschulen neue Wertschöpfungs- und Vermarktungspotenziale erschließen: Dies sind nur einige Schwerpunkte, denen die Neubauten am Versuchsbetrieb ´Stutel´ (Thüngersheim) künftig den baulichen Rahmen bieten werden – denn Innovation braucht Freiraum. Für fünf Millionen Euro entsteht dort in den nächsten Jahren neben einem hochmodernen Wirtschafts- und Bürogebäude auch eine Maschinen- und Gerätehalle. „Mit der Modernisierung unseres Versuchsbetriebes für Baumschulen und den Obstbau unterstützt der Freistaat Bayern auch weiterhin unser grünes Kompetenzzentrum für Forschung und Bildung“, freut sich Dr. Hermann Kolesch, Präsident der LWG.

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