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12. 06. 2017

Neue Studie zu Xylella will Ausbreitung entschlüsseln

Schadbild eines mit Xylella fastidiosa befallenen Olivenbaums. (Foto: EFSA)
Erstellt von TASPO Online

Xylella fastidiosa gehört zu den gefährlichsten Pflanzenbakterien und ist wegen seines großen Schadpotenzials gefürchtet. Eine neue Studie will jetzt der Ausbreitung des Feuerbakteriums auf die Schliche kommen.

Vorbeugend eingerichtete Pufferzonen sollen Pflanzen vor Xylella schützen

Anhand eines wissenschaftlichen Modells und am Beispiel von Olivenbäumen in Italien wollen Forscher des britischen Zentrums für Ökologie und Hydrologie vorhersagen, wie und wo sich der Quarantäneerreger ausbreitet. Dieses Verfahren soll es Farmern ermöglichen, ihre Pflanzenbestände durch vorbeugend eingerichtete Pufferzonen vor einem Xylella-Befall zu schützen.

Die Forscher konzentrierten sich bei ihrer Studie auf bereits eingerichtete Quarantänezonen in Apulien. Dabei fanden sie heraus, dass durch eine Ausweitung der Pufferzone zwar das Infektionsrisiko im Kontrollbereich sank, die weitere Ausbreitung von Xylella aber nicht vollständig verhindert werden konnte. Schuld waren Insekten, die das Feuerbakterium in andere Gebiete transportierten. Ebenso können etwa landwirtschaftliche Fahrzeuge als „Krankheitsüberträger“ fungieren.

Potenzielle Wirtspflanzen von Xylella nicht ignorieren

Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Wissenschaftler darüber hinaus den vielfältigen Wirtspflanzen – darunter Rosmarin, Mandelbäume oder Oleander. Der Studie zufolge steigt das Infektionsrisiko um ein Vielfaches, wenn potenzielle Überträgerpflanzen von Xylella fastidiosa ignoriert und nicht aus den Produktionsflächen entfernt werden.

Um die gefürchtete Pflanzenkrankheit und ihre Übertragung noch weiter entschlüsseln zu können, will das Forscher-Team seine Studien fortführen und sich unter anderem mit der Eindämmung und Vernichtung des Feuerbakteriums beschäftigen. Die EU stellt dafür zusätzliche Fördermittel bereit.

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