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31. 01. 2018

Notfall-Maßnahmen bei Xylella lockern

Gefürchteter Schaderreger: Xylella-Befall an Olivenbäumen in Italien. Foto: EFSA

Die EU-Kommission will die zu ergreifenden Maßnahmen bei einem Ausbruch des Feuerbakteriums Xylella fastidiosa lockern. So solle die Pufferzone um einen Befallsherd von Xylella deutlich verkleinert werden. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) begrüßte diese am 14. Dezember 2017 beschlossene Änderung des bestehenden Durchführungsbeschlusses über Maßnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Xylella fastidiosa (EU 2015/789). 

Pufferzone soll reduziert werden

Wurden bisher Fälle von Xylella in der EU bekannt, wurde rund um den Befall eine 100 Meter breite Befalls- und eine zehn Kilometer breite Pufferzone hergestellt. Letztere soll nun auf fünf Kilometer reduziert werden. Zur Schonung verfügbarer Ressourcen und zur Umsetzung effektiver Maßnahmen gegen die Etablierung und weitere Ausbreitung von Xylella sei dies ausdrücklich zu begrüßen, so Marius Tegethoff, BdB-Bereichsleiter Produktion/Qualitätssicherung.

Ebenfalls positiv bewertet der BdB, dass bestimmte Pflanzen als besonders anfällig für Xylella zu kennzeichnen sind. Bei Verbringung dieser Pflanzen innerhalb der EU sind zudem jährliche Inspektionen in den Betrieben vorgesehen. Mit dieser Sicherheitsmaßnahme könnten Hochrisikopflanzen unter besondere Beobachtung gestellt und bei Einfuhr nach Deutschland entsprechend akribisch auf Xylella untersucht werden, so Tegethoff. ts/db



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