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23. 06. 2017

Pheromonfallen zur Überwachung des Asiatischen Laubholzbockkäfers

Der Wirkungsradius der Pheromonfalle beträgt etwa 100 Meter. (Foto: LLG)

Aktuell werden durch Mitarbeiter der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) und des Landeszentrums Wald (LZW) 263 Pheromonfallen im ALB-Quarantänegebiet der Stadt Magdeburg in großen Bäumen aufgehängt. Diese Maßnahme dient zur Überwachung des Käferfluges und ist keine Bekämpfungsmaßnahme.

Durch die Lockwirkung der Pheromone werden hauptsächlich unbefruchtete Weibchen ausschließlich des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) angelockt. Die Käfer versuchen dann an der Fallen zu landen, können sich aber den glatten Wänden nicht halten und stürzen in den weißen Topf an der Unterseite der Fallen in eine konzentrierte Kochsalzlösung.

Fallen werden wöchentlich kontrolliert

Die Fallen werden wöchentlich kontrolliert, geleert und regelmäßig mit neuen Pheromonen bestückt. Der beschriebene Wirkungsradius der Pheromone beträgt etwa 100 Meter. Wird also ein Käfer in der Falle gefunden, ist dies ein Hinweis, dass verstärkt nach noch nicht entdeckten befallenen Bäumen gesucht werden muss. Werden während der Flugzeit (Mitte Juni bis Ende Oktober) keine Käfer gefunden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass in dieser Region keine weiteren Käfer geschlüpft sind.

Die Fallen sind ein umweltschonendes und für den Menschen unschädliches Verfahren zum gezielten Nachweis von flugfähigen ALB-Käfern. Die LLG  bittet alle Bürger, Bürgerinnen und Gäste der Stadt Magdeburg, diese Fallen nicht zu beschädigen oder zu entwenden. In den Bäumen hängend sind sie relativ unauffällig und keinesfalls gesundheitsschädigend für den Menschen und für unsere Tierwelt.

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