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12. 10. 2017

Positionen zum Stadtklima

Mehr als 200 Gäste folgten den Vorträgen in der Versandhalle der Baumschule. (Foto: LvE)

Bei dem diesjährigen Symposium der Baumschule Lorenz von Ehren lag der Schwerpunkt auf dem Thema Klimawandel und Stadtklima. Hochkarätige Referenten erläuterten Anfang September auf spannende und unterhaltsame Art den mehr als 200 Gästen ihre Gedanken und Überlegungen zum Klimawandel und den damit verbundenen Veränderungen im grünen Bereich. 

Keynote Speaker Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker verdeutlichte die Folgen des Klimawandels und mahnte zu einem schnellen Umdenken. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und seiner möglichen Folgen definierte Prof. Rainer Schmidt (Beuth Hochschule) sein Leitbild Grün für die Stadt der Zukunft. Dabei sieht er den größtmöglichen Nutzen in der Schaffung von produktiven, grünen Räumen.

Finger in die Wunde

Pius Floris (Geschäftsführer Pius Floris Baumpflege) rückte den Boden und damit das Substrat in den Mittelpunkt und legte „den Finger in die Wunde“. Denn eigentlich ist bekannt, dass Bäume nur gesund und vital wachsen können, wenn sie in einen entsprechenden Wurzelraum und ein passendes Substrat gesetzt werden. Kann Grün langweilig sein? Eine spannende Frage, der sich Daniel Baur (Geschäftsführer Bryum GmbH) widmete und mit seinem Vortrag „Nur Grün ist langweilig – Prozesse anstelle von Design“ eindeutig beantwortete. Praktisch wurde es dann noch einmal in dem Vortrag von Björn Ehsen (Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Bad Zwischenahn), der sich mit der Sortenempfindlichkeit von Buxus beschäftigte.

Die Baumschule Lorenz von Ehren gehört zu den führenden Baumschulen Europas und ist national und international ein wichtiger Player in der Grünen Branche. An den drei Standorten Hamburg (Zentrale), Bad Zwischenahn und Rellingen beschäftigt das Unternehmen rund 160 Mitarbeiter und bewirtschaftet etwa 550 Hektar.

Broschüre zum Klimabaum-Hain

Im letzten Jahr hat die Baumschule auf ihrem Gelände in Hamburg einen rund 0,5 Hektar großen Klimahain aufgepflanzt, in dem 70 als klimawandeltauglich eingestufte Baumarten für Interessenten zu begutachten sind. Ab sofort gibt es dazu auch eine Broschüre „Der Klimabaum-Hain – 70 Baumarten im Vergleich“, die umfassende Informationen zu den LvE-Klimabäumen bietet. „In diesem Klimahain haben wir viele Bäume aufgepflanzt, die unseren Empfehlungen, denen der GALK (Gartenamtsleiterkonferenz) und dem Projekt Stadtgrün 21 entsprechen“, so Bernhard von Ehren, geschäftsführender Gesellschafter der Baumschule Lorenz von Ehren. „Wir wollen mit dem Klimabaum-Hain zeigen, wie sich als eventuell klimawandeltauglich eingestufte Baumarten im sich verändernden Klima entwickeln und allen Fachinteressenten eine Möglichkeit geben, die Gehölze im direkten Vergleich zu begutachten“, so von Ehren weiter.

Zu den Klimabaumarten, die im Klimabaum-Hain aufgeschult sind, gehören unter anderem Taxodium distichum (Sumpfzypresse), Nyssa sylvatica (Tupelobaum), Magnolia kobus (Kobus-Magnolie), Liriodendron tulipifera (Tulpenbaum), Koelreuteria paniculata (Blasenbaum) oder auch Fraxinus angustifolia ‘Raywood‘ (Schmalblättrige Esche ‘Raywood‘). (bmz) 

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