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05. 08. 2017

Stadtgrün: Bienenbäume bieten Nektar

Bienen brauchen Nahrung. Spezielle Bienenbäume sorgen für ein reiches Nektarangebot. Foto: Pixabay
Erstellt von Gerlinde Witt / TASPO Online

Die Imker schlagen Alarm: Weil es zu wenig Blüten gibt, müssen sie die Honigbienen bereits im Sommer füttern. Abhilfe können „Bienenbäume“ bringen, also ein Baum-Sortiment, das von April bis Oktober hochwertigen Nektar und Pollen bietet. Baumschulen, GaLaBauer und die Verantwortlichen im Öffentlichen Grün haben dazu mehrere Möglichkeiten.

Bienenbäume pflanzen

Verantwortliche für das Öffentliche Grün können in ihrem Zuständigkeitsgebiet Bienenbäume pflanzen und zusätzlich das Blütenangebot mit Bienenweidepflanzen wie beispielsweise Phacelia erhöhen. Und auf keinen Fall sollten Linden entfernt werden. Denn Linden sind nicht für das „Massensterben“ verantwortlich, über das Medien seit Jahren berichten.

Im Juli liegen dort am Ende der Blüte häufig tote Hummeln und einige Bienen. In Verruf geriet besonders die spätblühende Silberlinde – zu Unrecht. Die Ursache ist nicht die angeblich giftige Mannose im Nektar, sondern mangelnde Nahrung. In vielen Gegenden ist die Silberlinde die letzte größere Nahrungsquelle des Jahres. Daher zieht sie viele Honigbienen und Hummeln an.

Hummeln finden in verblühten Linden keine Nahrung

Während Honigbienen am Ende der Blüte, wenn kein Nektar mehr vorhanden ist, ihre Vorräte im Bienenvolk nutzen, haben Hummelvölker dagegen nur geringe Vorräte. Vergeblich suchen sie die immer noch duftenden, aber verblühten Linden auf, finden dort aber keine Nahrung mehr. Als Folge verhungern viele Hummeln und sterben entkräftet.

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Kommentare (1)

  1. Manfred
    Manfred vor 2 Tagen
    Hallo,
    leider ist das unwissen größer als man glaubt. Ich wurde auch schon aufgefordert Sophora japonica zu fällen weil diese giftig seien, auch im Umfeld der Schnurbäume findet man tote Hummeln weil der Nektarfluss versiegt aber der Blütenduft noch etwas anderes suggeriert.
    Einfach mal jemanden fragen der sich damit auskennt, zum Beispiel unsere Imker.
    Gruß Manfred
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