„StadtGrün naturnah": neues Label für Kommunen

„StadtGrün naturnah“ heißt das neue Label für Städte und Gemeinden, die ökologisches Grünflächenmanagement umsetzen und damit die biologische Vielfalt und ein naturnahes Lebensumfeld ihrer Bewohner stärken. Bis zum 31. März 2018 können sich interessierte Kommunen für das Labeling-Verfahren bewerben.

Das Label gibt es in drei Stufen: bronze, silber und gold.

Fünf Kommunen sind in Pilotphase

In fünf Kommunen ist der einjährige Prozess bereits gestartet. Das Label ist Bestandteil des Projekts „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird. „Kommunen, die ökologisches Grünflächenmanagement bereits vorbildhaft umsetzen, können künftig mit dem Label, StadtGrün naturnah‘ ausgezeichnet werden. Das Label lenkt den Blick auf die vielfältigen positiven Effekte innerstädtischer Grünflächen und zeigt Handlungsspielräume zur Förderung der biologischen Vielfalt auf. Es bietet Städten und Gemeinden Anreize und Unterstützung – etwa in Form einer praxisnahen Handlungsanleitung oder einer systematischen Bestandserfassung von naturnahen öffentlichen Grünflächen. Zugleich werden die Kommunen während des Prozesses aktiv beraten, um attraktive Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen zu entwickeln“, so Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz.

Gold, Silber, Bronze: Label in drei Stufen

Das Label wird in den Stufen Gold, Silber und Bronze jeweils für drei Jahre vergeben und kann durch eine Rezertifizierung erneuert werden. Das einjährige Verfahren startet offiziell am 15. April 2018 und ist als mehrstufiger Prozess angelegt, an dem auch Akteure außerhalb der Kommunalverwaltung wie lokale Naturschutzverbände beteiligt werden. Für 15 Städte und Gemeinden besteht im Rahmen der aktuellen Ausschreibung die Möglichkeit, sich kostenfrei am Labeling-Verfahren zu beteiligen.

In fünf Partnerkommunen des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ steht die Pilotphase bereits kurz vor dem Abschluss: in Frankfurt am Main, Hannover, Wernigerode, Kirchhain und Neu-Anspach. Bereits kleine, kostengünstige Maßnahmen wie die Verwendung heimischer Arten oder die Reduzierung der Mahdhäufigkeit können für den Erhalt der biologischen Vielfalt Großes bewirken. Die am Labeling-Verfahren Teilnehmenden werden mit Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und während des gesamten Verfahrens beraten. Entwickelt wurde das Label im Rahmen des Kooperationsprojektes „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ (Bündnis) und der Deutschen Umwelthilfe e.V. sowie unter Mitwirkung der fünf Partnerkommunen. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Weitere Informationen unter: www.stadtgrün-naturnah.de.

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