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24. 10. 2016

Tag der Alleen: Parlamentsbaum gepflanzt

Mitglieder der Parlamentsgruppe Kulturgut Alleen pflanzen den gespendeten Baum (v. l.): Peter Meiwald, Josef Göppel, Dr. Klaus-Peter Schulze, Stephan Kühn, Eva Bulling-Schröter, Bärbel Höhn und Cajus Cäsar (r.) sowie BdB-Präsident Helmut Selders (3. v. r.). (Foto: BdB)
Erstellt von TASPO Online

Am 20. Oktober war der bundesweite „Tag der Alleen“. Die neu gegründete Parlamentsgruppe Kulturgut Alleen hat aus diesem Anlass einen „Parlamentsbaum“ gespendet und in Berlin gepflanzt.

Die gespendete Kaiserlinde hat ihren Platz an der Straße des 17. Juni/Ecke Yizhak-Rabin-Straße. Mit ihrer Spenden- und Pflanzaktion will die Parlamentsgruppe zum Erhalt der Alleen aufrufen.

Alleen spenden mehr als nur Schatten

„Alleen definieren den Straßenraum, spenden Schatten und Sauerstoff und sind gleichzeitig Lebensraum. Sie wirken mit Verdunstungskälte natürlich gegen Überhitzung, filtern Feinstaub und sind Nahrungs- und Fortpflanzungsstätte, zum Beispiel für besonders geschützte Insekten. Damit sind Alleen wertvolle Kulturgüter“, so Josef Göppel MdB (CSU), Initiator und einer der Vorsitzenden der Parlamentsgruppe.

Diese setzt sich aus Bundestagsabgeordneten verschiedener Fraktionen zusammen, die sich gemeinsam für Alleebäume einsetzen wollen. Eines der zentralen Anliegen der Parlamentsgruppe ist es, Alleenschutz und Verkehrssicherheit in der Praxis zu vereinbaren.

Verkehrssicherheit nicht durch Abholzen der Alleen sichern

„Statt Alleen einfach abzuholzen, sollte die Verkehrssicherheit durch Geschwindigkeitsbegrenzungen, intensivere Kontrollen und Nachrüstung mit Schutzplanken verbessert werden“, schlägt der zweite Vorsitzende der Parlamentsgruppe, Stephan Kühn (Bündnis 90/Die Grünen), vor.

Fachliche Unterstützung erhält die Parlamentsgruppe Kulturgut Alleen durch den Bund deutscher Baumschulen (BdB). „Nur wenn wir das Thema ‚Alleen‘ permanent in der öffentlichen Diskussion halten, vermeiden wir das schleichende Verschwinden dieses großen Kulturgutes aus unseren Landschaften. Denn wenn erst einmal die Säge angesetzt wird, ist es zu spät“, so BdB-Präsident Helmut Selders.

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