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21. 03. 2018

Tag des Waldes betont Wohlfahrtswirkung von Wäldern

Gesundheitsfördernd wirken sich staub- und allergenarme, sauerstoffreiche Luft, Stille und Ästhetik der Wälder aus. (Foto: Pixabay)

Der 21. März ist bereits seit 1971 der „Tag des Waldes“. Dieser Tag wurde von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ins Leben gerufen als Reaktion auf die globale Waldvernichtung. Er soll die Bedeutung des Waldes unterstreichen. „Wälder sind lebenswichtige Ökosysteme, die maßgeblich den Wasserhaushalt und damit das Klima beeinflussen. Sie liefern nicht nur wertvolle, nachwachsende Rohstoffe und sind Lebensraum für gesundes Wild, weitere Tier- und zahlreiche Pflanzenarten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Wald hat Bedeutung für Gesundheit

„Der Wald ist auch Arbeits-, Erholungs- und Bildungsraum für uns Menschen. Seine Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden ist inzwischen durch eine Vielzahl wissenschaftlich fundierter Studien belegt.“ Rund 24 Prozent der Landesfläche Mecklenburg-Vorpommern sind von Wald bedeckt. „Der Wald darf unabhängig von der Eigentumsart durch jedermann zum Zwecke der Erholung frei betreten werden. Das wird den Bürgern in MV durch das Landeswaldgesetz garantiert. Nur wenige Flächen in Wäldern sind von diesem gesetzlich verbrieften Betretungsrecht ausgenommen“, so der Minister.

Gesundheitsfördernd wirken sich staub- und allergenarme, sauerstoffreiche Luft, Stille und Ästhetik der Wälder bei verschiedenartigen Erkrankungen sowie bei Stress und Belastungen oder Depressionen aus. Der Aufenthalt im Wald lässt sich zudem mit sportlichen Aktivitäten verbinden.

Kur- und Heilwälder ausgewiesen

Um die positiven Wirkungen von Wäldern in die medizinischen Behandlungspläne der Kur- und Rehabilitationsaufenthalte zu integrieren, gibt es in räumlicher Nähe zu Kurorten in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen spezielle Kur- und Heilwälder. Grundlage dafür ist das im Jahr 2011 novellierte Landeswaldgesetz M-V, das nach § 22 die Möglichkeit bietet, Flächen als Kur- und Heilwald auszuweisen und einer gesundheitsorientierten Vorrangnutzung zu widmen. Im Zuge des Projektes „Gesundheitspotenzial Kur- und Heilwald“ war im September 2017 der internationale Fachkongress „Wald und Gesundheit“ in Heringsdorf mit 170 Gästen aus 14 Nationen über die Bühne gegangen. Am Rande des Kongresses hatte Minister Backhaus mit der Verordnung über den „Kur- und Heilwald Ostseebad Heringsdorf“ den ersten Kur- und Heilwald Deutschlands rechtskräftig ausgewiesen.

Für die Planung und Ausgestaltung von Kur- und Heilwäldern können Waldbesitzer Fördermittel über die Richtlinie zur „Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen im Rahmen des ELER“ beantragen. Bislang wurden rund 500.000 Euro an Fördermitteln ausgereicht, z.B. für die Einrichtung von Heil- und Bewegungsstationen oder für Investitionen in das Wegesystem. Weitere 550.000 Euro sind bewilligt oder stehen zur Bewilligung an.

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