THW-Jugend pflanzt 600 neue Bäume auf ehemaliger Waldbrandfläche

Nach den Waldbränden im September 2018 haben Jugendliche 600 neue Bäume gepflanzt. Denn: Waldränder mit vielfältiger Baum- und Strauchmischung sind wichtig für einen nachhaltigen Wald - das lernten die THW-Jugendgruppen aus 15 Ortsverbänden des Landesverbandes jetzt vor Ort in Klausdorf.

Die Junghelfenden pflanzten 600 junge Bäume und Sträucher (Birke, Winterlinde, Eberesche, Heckenrose, Faulbaum) auf der ehemaligen Waldbrandfläche. Der Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt hat diese Ausbildungsveranstaltung in Kooperation mit dem Waldklimafonds-Projekt PlanBirke des Landesbetriebs Forst Brandenburg für die THW-Jugendgruppen organisiert. Die Baumpflanzaktion in Klausdorf bot für die Mädchen und Jungen der teilnehmenden THW-Jugendgruppen eine praktische und spannende Jugendausbildung zum Thema “Ökologie des Waldes“, „Nachhaltige Waldbewirtschaft“. Sie pflanzten auf einer Fläche von 100 Metern Länge und 80 Metern Breite und haben sogar 200 mehr Bäume als geplant in den Boden gebracht. Auch Kastanien und Eicheln kamen in den Waldboden.

Insgesamt waren 230 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Aktion dabei

Erfahrene Ortsjugendbetreuer und Ausbilder erzählten den Kindern und Jugendlichen während des Spazierganges zur Pflanzfläche durch die vom Brand zerstörte riesige ehemalige Waldfläche von den Erlebnissen während ihres Waldbrandeinsatzes im Jahr 2018. Und auch welche Aufgaben das THW übernommen hatte.  Der Weg zu Fuß zur Pflanzfläche begann im Klausdorfer Zentrum. Noch immer sind entlang des Weges verbrannte Baumstämme sichtbar. Insgesamt waren 230 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Pflanzaktion dabei, davon 130 Mädchen und Jungen aus 15 THW-Jugendgruppen. Mit den THW-Junghelfenden machten ihre Betreuer und die Organisatoren aus den THW-Ortsverbänden und vom Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie die THW-Partner bei der Aktion mit. Die Ausbildungsveranstaltung fand auf einer Fläche der Waldgenossenschaft Bardenitz e.G. statt. Unter Anleitung erfahrener Forstleute der Oberförsterei Dippmannsdorf und mit fachlicher Unterstützung von Ausbildenden und Lehrlingen der Waldarbeitsschule Kunsterspring lernten die THW-Junghelfenden das richtige Bäumepflanzen, das Bauen von Sitzstangen für Greifvögel und wie heranwachsende Bäume umsorgt und geschützt werden. Für so einige unter ihnen war es das erste Mal, dass sie überhaupt einen Baum pflanzen konnten. Sie bauten aus Birkenholz Schwedenstühle und mit Kiefernstämmen Sitzstangen für Greifvögel.

Neue Ideen reifen im Miteinander

Die Idee für diese Baumpflanzaktion entstand aus dem Kontakt und der sehr guten Zusammenarbeit der Mitarbeiter/innen des THW-Landesverbandes Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt mit den Verantwortlichen des Landesbetriebes Forst Brandenburg, der Oberförsterei Dippmansdorf und dem Projekt PlanBirke (deutschlandweite Bildungs- und Imagekampagne für die Birke) nach dem Waldbrandeinsatz bei Treuenbrietzen. Aus folgenden THW-Ortsverbänden kamen die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuenden und Ausbildenden:  Luckenwalde, Brandenburg an der Havel, Potsdam, Senftenberg, Halle (Saale), Magdeburg, Naumburg, Weißenfels, Wittenberg und die Berliner aus Neukölln, Reinickendorf, Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf. Die Ortsverbände Herzberg und Luckenwalde sowie die Regionalstelle Potsdam haben die Aktion unterstützt. (Text: THW/Ellen Krukenberg )

Hintergrund: THW-Waldbrandeinsatz 2018
Über 300 THW-Kräfte waren beim THW-Waldbrandeinsatz 2018 vom 23.8.19 bis Anfang September bei Treuenbrietzen im Schichtbetrieb im Einsatz. Sie unterstützten die Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung. Sie leuchteten unter anderem mit mobilen Lichtmasten aus, betankten die Pumpen der Feuerwehren und versorgten eine Sammelraum, in dem sich die Feuerwehr-, Rettungs- und THW-Kräfte aufhielten. Ein Räumgerät half beim Befestigen der Zufahrtswege und Herstellen von Brandschneisen. Die Frauen und Männer vom THW berieten die Einsatzleitung, betrieben eine Wasserentnahmestelle für die Feuerwehr und transportierten Material zu den Einsatzstellen. Auch die Stromversorgung für die Einsatzleitung und für einen mobilen Funkmast der Polizei stellten Helferinnen und Helfer des THW sicher. Damit die Rettungs- und Räumfahrzeuge dauerhaft einsatzbereit sein konnten, übernahmen THW-Kräfte die Tanklogistik. Bis die Flammen endgültig erloschen waren, überwachten THW-Kräfte die Entwicklung der restlichen Brandherde und löschten Glutnester.

Mehr Informationen zum THW und der Jugendarbeit:
https://www.lv-bebbst.thw.de/THW-LV-BEBBST/DE/Startseite/startseite_node.html

https://www.thw-jugend-bebbst.de/startseite/

 

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