Uralte und Nationalerbe Bäume – was macht sie so einzigartig?

Über die Besonderheiten von uralten und Nationalerbe-Bäumen referiert Prof. Dr. Andreas Roloff am 13. August im Baumschulmuseum in Pinneberg. 

Prof. Dr. Andreas Roloff zeigt am 13. August 2022 im Deutschen Baumschulmuseum, was uralte und Nationalerbe Bäume so einzigartig macht, hier der Berg-Ahorn im Hamburger Hirschpark. (Foto: A. Roloff)

Die Zeit ist reif, (potenzielle) Uralt-Bäume zu schützen und zu pflegen, um ihnen damit langfristig ein „Altern in Würde“ zu ermöglichen. Es gibt in Deutschland viel zu wenige wirklich alte Bäume. Eine der Ursachen dafür dürfte sein, dass unsere Sicherheitserwartung inzwischen zu hoch geworden ist. Zu viele dieser Bäume werden verstümmelt oder gekappt, um sie vermeintlich verkehrssicher zu machen. Dies sowie vielfältige sonstige Stress-Einflüsse und Standortprobleme führen zur vorzeitigen Alterung, bis hin zum Absterben.

Prof. Dr. Andreas Roloff, Technische Universität Dresden, zeigt, dass wir für solche alten Bäume und deren Er-haltung als wichtiger Lebensraum eine hohe Verantwortung haben und was sie so einzigartig macht. Er ist Leiter der Professur für Forstbotanik an der TU Dresden, Direktor des Instituts für Forstbotanik und Forstzoologie sowie Direktor des Forstbotanischen Gartens Tharandt. Außerdem ist er Leiter des Kuratoriums Nationalerbe-Bäume.

Initiative Nationalerbe-Bäume

Die Initiative will 100 potenzielle zukünftige Uralt-Bäume mit der neuen Kategorie Nationalerbe-Baum auszeichnen. Damit verbundenen ist eine stärkeren Beachtung und Förderung sowie sensible Pflege, um verbesserte Bedingungen für das hohe Alter zu schaffen. Bislang wurden bereits 17 Bäume ausgezeichnet. Der Vortrag im Baumschulmuseum beginnt um 15 Uhr, das Museum ist bereits ab 14 Uhr geöffnet. 

 

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