Wald des Jahres 2018: Der Wermsdorfer Wald

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) – die Vertretung aller Forstleute in Deutschland – verleiht den Titel „Waldgebiet des Jahres“ im Jahr 2018 an den Wermsdorfer Wald. Der Bundesvorstand des BDF wählte diesen Wald, weil es hier in besonderer Weise gelingt, die forstliche Nutzung in Einklang mit dem Naturschutz und der Erholungsnutzung zu bringen.

Der Wermsdorfer Wald befindet sich in Sachsen in der geographischen Mitte zwischen Dresden und Leipzig. (Fotos: Uwe Lange)

Die Auszeichnung „Waldgebiet des Jahres“ erhalten vorbildlich und in allen Bereichen nachhaltig bewirtschaftete Ökosysteme. Für das Jahr 2018 wird der Titel bereits zum siebten Mal vergeben. Zuletzt durften sich der Frankenwald (2017), der Grunewald in Berlin (2015) und der Küstenwald Usedom (2016) „Waldgebiet des Jahres“ nennen. Nicht nur für die Forstleute, sondern auch für die Freunde und Partner des Waldes sowie die Politiker und Bürger der Region ist eine solche Auszeichnung Grund zur Freude, da sie regional wie überregional auf großes Interesse stößt.

Markante Eichen und Buchen

Über den Titel für das Jahr 2018 kann sich der Wermsdorfer Wald, als erster Wald im Freistaat Sachsen, freuen. Der Wermsdorfer Wald hat dabei eine echte Besonderheit, die ihn unverwechselbar und zur Rarität macht: Unweit von Leipzig ist er eines der wenigen größeren zusammenhängenden Waldgebiete. Nicht zuletzt ist der „Wermsdorfer Wald“ mit seinen markanten Eichen und Buchen, den hohen Baumwipfeln, mit seinen großen Teichflächen, den vielen Senken und Hügeln natürlich auch ein ganz besonders schöner Wald.

Die Auszeichnung gilt aber nicht nur dem Wald selbst, sondern insbesondere der erfolgreichen Arbeit der Forstleute und Waldeigentümer vor Ort und ihrer ausgewogenen Erfüllung aller gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald sowie einer zukunftsweisenden Vernetzung mit zahlreichen Partnern für einen lebendigen Wald.

Wermsdorfer Wald kennzeichnet große Vielfalt

Der Wermsdorfer Wald ist durch eine große Vielfalt gekennzeichnet. Zum einen ist er für die regionale Forstund Holzbranche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zum anderen ist er als großes, unzerschnittenes Waldgebiet Rückzugsraum seltener und bedrohter Arten, zum Beispiel Seeadler, Uhu und Schwarzstorch. Dieses fein verzahnte Zusammenspiel zwischen Naturschutz und Waldwirtschaft ist das Ergebnis der vorbildlichen Arbeit der Forstleute im Forstbezirk Leipzig von Sachsenforst. Die Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden ist ausgesprochen gut. Aber auch das wirtschaftliche Verständnis für Sägeindustrie, Waldbesitzende und forstliche Unternehmer ist ausgeprägt. Die Forstleute sehen sich hier als Dienstleister des ländlichen Raums.

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