Waldschutzmaßnahmen gegen Schadinsekten

Brandenburgs Wälder werden seit Jahren immer wieder von Schadinsektenplagen heimgesucht. Allerdings ist der Befall durch Eichenprozessionsspinner rückläufig.

In Brandenburg gibt es immer weniger Eichenprozessionsspinner. (Foto: Pixabay)

Im Ergebnis gehen Brandenburgs Forstfachleute zurzeit davon aus, dass 2019 für nur etwa 10 Hektar Wald eine Bekämpfungsnotwendigkeit besteht. Im Jahr 2013 mussten noch 11.600 Hektar sowie 176 Kilometer Alleebäume bekämpft werden.Unter Federführung des Ministeriums war 2013 die Arbeitsgruppe Eichenprozessionsspinner eingesetzt worden. Seitdem erfolgt die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in konzertierten Aktionen beziehungsweise in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. Nur so konnte der Befall massiv zurückgedrängt werden.

9 Millionen Euro wurden für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners eingesetzt

Für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wurden seit 2013 von Landkreisen, Kommunen, Straßenbauverwaltungen und dem Land rund 9 Millionen Euro aufgewendet. Der aktuell relativ geringe Befall von Eichen durch den Eichenprozessionsspinner ist vor allem auf die erfolgreichen Einsätze in den Vorjahren zurückzuführen, die zwischen Forstverwaltung und Landkreisen und Kommunen sowie der Straßenbauverwaltung eng abgestimmt wurden. Das Monitoring für dieses Jahr ist noch nicht abgeschlossen.

Schadinsekten in Kiefernwäldern

Bei den Kiefernschadinsekten Nonne und Forleule wird von einer Prognose für Kahlfraß auf rund 10.000 Hektar ausgegangen. Auch für die Kiefernschadinsekten ist das Monitoring noch nicht abgeschlossen. Die Abgrenzung der Flächen für den Pflanzenschutzmitteleinsatz kann erst im März erfolgen. Betroffen ist in diesem Jahr überwiegend Wald im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Der Pflanzenschutzmitteleinsatz wird gegenwärtig sorgfältig vorbereitet. Die Maßnahmen sollen in der ersten Hälfte des Monats Mai durchgeführt werden. (Landesbetrieb Forst Brandenburg)

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