Weihnachtsbäume aus dem Staatswald sind nun öko und fair

Als erstes Bundesland setzt Rheinland-Pfalz auf FSC®- und Fair-Trees®-Siegel bei Weihnachtsbäumen.

Die Weihnachtsbäume aus den Staatswäldern von Rheinland-Pfalz sind jetzt ökö und fair. (Foto: Pixabay)

„Fair gegenüber Menschen, fair gegenüber der Umwelt und ein fairer Preis“ – dafür stehen die Weihnachtsbäume aus den Staatswäldern von Rheinland-Pfalz. Bereits 2016 führte Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland die FSC®-Zertifizierung für Weihnachtsbäume ein. Auch in Sachen Fairness ist Rheinland-Pfalz Pionier und bietet erstmalig Weihnachtsbäume an, die neben dem FSC®-Siegel auch das Fair-Trees®-Siegel tragen. „Nachhaltigkeit heißt, an den Menschen und an die Natur zu denken“, sagt Umweltministerin Höfken anlässlich der Eröffnung der Weihnachtsbaum-Saison an den Forstämtern.

Die Nordmanntanne wird oft unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kaukasus gewonnen

Während die FSC®-Zertifizierung Bäume ohne Pestizide und ohne Kunstdünger garantiert, bescheinigt das Fair-Trees®-Siegel nun auch ethische Grundsätze bei der Saatgutgewinnung. Denn der beliebteste Weihnachtsbaum in deutschen Wohnzimmern, die Nordmanntanne, hat oft einen traurigen Ursprung: Ihre Zapfen, also ihr Samen, wird oft unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kaukasus, der Ursprungsregion der Baumart, gewonnen. Von hier stammen rund 90 Prozent der Samen, die anschließend weltweit in Baumschulen und Weihnachtsbaumkulturen heranwachsen und geerntet werden. Die gefährliche Arbeit ist oft die einzige Einkommensquelle der einheimischen Bevölkerung in der Racha-Region in Georgien: In schwindelerregenden Höhen von 40 bis 60 Metern ernten die Zapfenpflücker die wertvollen Samen – oft nur spärlich mit einem Seil gesichert und unzureichend entlohnt.

Für jeden verkauften Baum wird ein Betrag gespendet

Dem setzt Fair Trees® etwas entgegen: Neben hohen Arbeitsschutzstandards und gerechter Entlohnung wird für jeden verkauften Fair-Trees®-Weihnachtsbaum ein fester Betrag in die Verbesserung der Verhältnisse der Zapfenpflücker und der einheimischen Bevölkerung in Georgien gespendet. Der Fokus liegt dabei auf Gesundheit, Ausbildung, Umwelt und Sicherheit. Fair Trees® arbeitet sowohl nach den Prinzipien der World Fair Trade Organisation (WFTO) und den Zielen der Agenda 2030 der UNO für nachhaltige Entwicklung (UN Sustainable Development Goals). „Beim Klima- und Umweltschutz müssen soziale und ökologische Aspekte immer zusammengedacht werden. Deshalb setzen wir uns auch für faire Arbeitsbedingungen ein“, so die Ministerin. Die öko-fairen Weihnachtsbäume sind aktuell an den Forstämtern Kaiserslautern, Soonwald, Trier, Rheinhessen, Donnersberg, Johanniskreuz, Otterberg und Kusel erhältlich. Weitere Forstämter werden in den nächsten Jahren folgen. (MUEEF-RLP)

Mehr Informationen:
https://fairtrees.de/

https://www.fsc-deutschland.de/de-de

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