Weniger Stress dank Stadtgrün

Mit klug angelegten Grünflächen können Städte Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen nachweislich positiv beeinflussen, sagt die Initiative „Grün in die Stadt“ des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL). Das belegen auch aktuelle Forschungsergebnisse.

Stadtgrün ist gesund: Grünflächen und Parks wirken positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden – und können sogar Krankheiten verhindern helfen. (Foto: BGL)

„Die Auswirkungen städtischer Grünflächen auf die Gesundheit der Bevölkerung sind signifikant“, sagt Jan Paul, Vizepräsident des BGL. Entsprechend belegen wissenschaftliche Studien, dass Parks und Grünanlagen in der Stadt einen großen Beitrag zum körperlichen und geistigen Wohl der Menschen leisten.

„Stadtgrün verbessert nicht nur das Klima und die CO2-Bilanz, sondern auch die gesundheitliche Situation der Menschen in den Städten“, so Paul. „Denn mitten in der fünften Coronawelle helfen Grünflächen und Parks auch bei der Stressbewältigung und gegen Bewegungsmangel. Dafür lohnen sich auch größere Investitionen. Langfristig führen sie sogar dazu, dass Gesundheitskosten eingespart werden.“

Grün schützt vor Grippe und Herz-Kreislauf-Erkrankungen 

Frische Luft hilft auch im Winter bei Erkältung. Denn sie befreit Atemwege und Bronchien, stärkt das Immunsystem – und die Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung. Doch höhere Luftfeuchtigkeit im Grünen ist nicht nur gut für die Schleimhäute; sie hilft auch, Viren aus dem Körper zu transportieren. Mehr noch: Stadtgrün trägt nachweislich dazu bei, schweren Krankheiten vorzubeugen. Sowohl bei Menschen mit Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt als auch bei Betroffenen mit psychischen Erkrankungen kann der Aufenthalt in grüner Umgebung vorbeugend und stärkend wirken. Häufig sind nämlich Stress und Bewegungsmangel Ursachen für diese Krankheiten. Beidem wirken begrünte Flächen in Städten entgegen.

Stadtgrün senkt das Risiko für Depressionen

Eine niederländische Studie ergab, dass an Orten mit weniger Grün häufiger Depressionen und Angststörungen auftreten. Zudem wurde eine Verbindung zwischen begrünten Flächen im Umfeld der eigenen Wohnung und bestimmten Krankheiten bei Kindern und Menschen aus sozial benachteiligten Familien nachgewiesen. Grünflächen können zudem positiv auf die Genesung wirken. Eine Dissertation an der Universität Bonn zeigte 2020: Patientinnen und Patienten, die vom Krankenhausbett aus einen Park sahen, erholten sich schneller als jene, die auf Parkplätze oder Betonwände schauten.

Fördermöglichkeiten durch „Grün in die Stadt“

Stadtgrün kann zunächst Aufwand und Investitionen bedeuten. Dafür stellen Bund und Länder in verschiedenen Fördertöpfen Mittel zur Finanzierung von Grünprojekten zur Verfügung. Beim Finden der optimalen Finanzierung für ihr städtisches Grün werden Stadtplanerinnen und -planer nicht allein gelassen: Denn der Förder-Check der Initiative „Grün in die Stadt“ des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) hilft ihnen. Die gleichnamige Website bündelt Informationen zu vielen positiven Aspekten städtischen Grüns und passenden Fördermöglichkeiten für Städte und Kommunen: www.gruen-in-die-stadt.de.

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