Wie Bäume kooperieren

Die Interaktion von Bäumen untereinander und die Folgen davon für das Ökosystem stehen im Zentrum eines neuen internationalen Graduiertenkollegs (GRK) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Doktorandenprogramm für die nächsten 4,5 Jahre mit rund 3,5 Millionen Euro.

Die Interaktion zwischen einzelnen Bäumen soll in einem internationalen Forschungsprojekt untersucht werden. (Foto: Pixabay)

Das GRK wird in Kooperation mit der Universität der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking betrieben. Auf deutscher Seite haben die künftigen Promovierenden ihren Arbeitsort am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in Leipzig. Das neue GRK trägt den Namen „Tree Diversity Interactions: The role of tree – tree interactions in local neighbourhoods in Chinese subtropical forests“ (TreeDì).

Bäume tauschen Informationen aus

„Unterirdisch tauschen die Bäume an den Wurzeln sowohl Informationen als auch Nährstoffe aus. Oberirdisch teilen sie sich das Licht und schaffen füreinander ein günstiges Mikroklima. Die Promotionsprojekte sollen die zugrunde liegenden Prozesse und Mechanismen dieser Zusammenarbeit beleuchten“, sagt der Geobotaniker Prof. Dr. Bruelheide von der MLU, Co-Direktor von iDiv und designierter Sprecher des neuen GRK. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Synthese von bereits vorhandenen Datensätzen. Dafür können die Forscher etwa auf die Arbeiten der DFG-Forschergruppe „BEF-China“ zugreifen, die bis 2016 an der MLU angesiedelt war. In ihrem Rahmen wurden in China maßgeschneiderte Wälder mit über 200 verschiedenen Kombinationen von Baumarten angelegt sowie ihre Entwicklung und die Ökosystemfunktionen dokumentiert. In der ersten Förderperiode des GRK werden die Mittel für 18 Promotionsstellen zur Verfügung gestellt, eine Hälfte auf deutscher Seite, die andere in China. (idw)

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