Wiesbaden und Hamburg für biologische Vielfalt

Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ setzt sich seit 2012 für die Erhaltung und die Schaffung von Naturräumen im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen ein. Mit dem Beitritt erklären sich Wiesbaden und Hamburg bereit, Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu ergreifen. Damit hat das Bündnis jetzt 161 Mitglieder.

Mit dem Beitritt erklären sich Wiesbaden und Hamburg bereit, Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu ergreifen. (Foto: Kommunen für biologische Vielfalt)

Das Bündnis macht die Aktivitäten seiner Mitglieder bundesweit bekannt und fördert den regen Austausch über die Handlungsmöglichkeiten von Kommunen. Zu den vielfältigen Aktivitäten, die die Landeshauptstadt Wiesbaden zum Erhalt und der Entwicklung der biologischen Vielfalt durchführt, zählen unter anderem ein flächendeckendes Landschaftspflegeprogramm in Kooperation mit der Oberen Naturschutzbehörde, ein Vertragsnaturschutzmodell, die Förderrichtlinie „Blühende Landschaften“, die Entwicklung von Landschaftsparks und ein Feldflurprojekt auf einer Fläche von 11.000 Hektar. „Darüber hinaus beteiligt sich die Stadt Wiesbaden an der Machbarkeitsstudie für eine mögliche Biosphärenregion im westlichen Rhein-Main-Gebiet, die federführend vom Land Hessen durchgeführt wird“, sagt Wiesbadens Umweltdezernent Andreas Kowol.   

Der Beitritt der Metropole Hamburg stärkt das Bündnis weiter

Jörg Sibbel, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses und Bürgermeister der Stadt Eckernförde, sagt über den über
den Beitritt der Hansestadt: „Vielfältige Naturräume sind ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Deren Erhalt und Förderung ist daher ein wichtiges Ziel der Städte und Gemeinden. Der Beitritt der Metropole Hamburg stärkt unser Bündnis, um gemeinsam die biologische Vielfalt in Kommunen zu schützen.“

Es gibt immer weniger Insekten und damit Nahrung für Vögel

Die biologische Vielfalt in Deutschland geht insgesamt zurück, insbesondere Insekten sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Damit fehlt vielen Vögeln die Nahrungsquelle und die Wildbienen werden als Bestäuber für Obst und viele Gemüsesorten gebraucht. Die Mitgliedskommunen des Bündnisses sorgen deshalb mit der Förderung artenreicher Blühwiesen auf den kommunalen Grünflächen für ein verbessertes Nahrungsangebot für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. In Kooperationen mit der Landwirtschaft fördern Kommunen in ihrem Umland das Anlegen von Blühstreifen. (Kommunen für biologische Vielfalt)

Auf der Internetseite des Bündnisses finden sich zahlreiche Praxisbeispiele, wie Kommunen die biologische Vielfalt fördern können: www.kommbio.de/home.

Um die Kommunen bei der Pflege der  innerstädtischen Grünräume zu unterstützen, vergibt das Bündnis das Label „Stadtgrün naturnah“: www.stadtgruen-naturnah.de/home.

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