Wildnis dient der Wissenschaft: Naturwald an den Hirschbergen

Im Landkreis Spree-Neiße hat der Landesbetrieb Forst Brandenburg den 21. Naturwald im Land rechtlich gesichert. „Der Naturwald an den Hirschbergen“ repräsentiert das Restvorkommen eines natürlichen Blaubeerkraut-Kiefern-Traubeneichenwalds auf einem alten Waldstandort.
 

In Brandenburg werden kleine Wildnisgebiete ausgewiesen, dort wird der Wald sich selbst überlassen. (Foto: MLUL)

Als Naturwälder werden in Brandenburg kleine Wildnisgebiete ausgewiesen, welche die natürliche Entwicklung verschiedener Waldgesellschaften repräsentieren. In diesen Wäldern wird auf alle forstlichen Pflege- und Nutzungsmaßnahmen verzichtet, damit sich der Wald ungestört entwickeln kann. Die Naturwälder dienen der Naturwaldforschung, der forstlichen Lehre und dem Naturschutz gleichermaßen. Der Mensch ist dabei nur Zuschauer oder Forscher. Die Naturwälder Brandenburgs sind in ein bundesweites Netz von Naturwaldreservaten eingebunden. Sie befinden sich überwiegend im Landeswald und sind durchschnittlich etwa 30 Hektar groß. Ihre wissenschaftliche Betreuung erfolgt durch das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde. Die Wissenschaftler sammeln in regelmäßigen Abständen Daten über die Entwicklung der Naturwälder und stellen diese einer vergleichbaren bewirtschafteten Waldfläche gegenüber. Im Ergebnis werden Empfehlungen für eine naturnahe Waldbewirtschaftung zur Verfügung gestellt. Der „Naturwald an den Hirschbergen“ liegt in der Gemarkung Schönhöhe in der Gemeinde Tauern. Er wurde ausgewiesen, um das Restvorkommen des natürlichen Blaubeerkraut-Kiefern-Traubeneichenwalds zu sichern und dessen Entwicklung langfristig wissenschaftlich zu begleiten. (MLUL-Brandenburg)
Informationen zu den Naturwäldern Brandenburgs gibt es hier.

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