Zahlen zu Streuobstflächen

Streuobstwiesen werden in staatlichen Statistiken und Darstellungen weitgehend ignoriert, dabei machen sie nach NABU-Schätzungen 80 Prozent der Obstanbaufläche aus. Im Rahmen der 5. bundesweiten NABU-Fachtagung „Mehr Genuss als Verdruss – Zur Zukunft des Streuobstbaus“ im März in Lingen wurden erstmals Zahlen zu den Obstanbauflächen in Deutschland genannt. Demnach gebe es bei Äpfeln, Birnen, Kirschen und Pflaumen 29.750 Hektar zertifizierten Bio-Obstbau, aufgeteilt in 22.000 Hektar hochstämmigen Bio-Streuobstbau und 7.750 Hektar Bio-Plantagenobstbau.

Streuobstwiesen machen einen Großteil der Obstanbaufläche aus. (Foto: NABU/Hannes Huber)

Forderungen für Streuobstanbau: Resolution verfasst

Auf der Tagung verfassten die Streuobst-Aufpreisvermarkter eine Resolution mit insgesamt 19 Forderungen insbesondere an Bund und Länder. Neben genauen Angaben zu Obstbauflächen fordern sie alle zehn Jahre eine bundesweit einheitliche Erhebung des Streuobstbaus, ein internationales Streuobst-Kompetenzzentrum des Bundes, die Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie mit dem Ziel, die Streuobstbestände um zehn Prozent auszuweiten sowie die bundesweite Unterschutzstellung der Streuobstbestände und formulieren umfassende Vorschläge im Bereich der Förderprogramme von Bund und Ländern.

Bundesweit gebe es rund 120 Streuobstvereine, BUND- und NABU-Gruppen, Landschaftspflegeverbände sowie Tausende landwirtschaftliche Bio-Betriebe, die sich gemeinsam mit Keltereien und Mostereien für faire Preise für die Bewirtschafter von Streuobstbeständen einsetzen. (bmz)

Partner